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Dr. Mair Walter
6330 Kufstein
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Konjunktiva (Bindehaut)

Frage und Antwort
Bitte beachten Sie die einleitenden Wort auf der Übersichtsseite.

Einleitung

Die Konjunktiva ist eine durchsichtige Schleimhaut, welche den Augapfel umkleidet und sich an der Innenseite der Lider fortsetzt. Diese Hülle ermöglicht eine nahezu reibungsfreie Bewegung des Augapfels in alle Bewegungsrichtungen. Die Konjunktiva enthält Zellen und Drüsen, die für die Befeuchtung der Hornhaut sehr bedeutend sind. Auch sammeln sich im Laufe der ersten Lebensjahre Lymphozyten an, welche eine wichtige Abwehrfunktion erfüllen.

Wie häufig ist eine Konjunktivitis?

Die Bindehautentzündung ist die am häufigsten auftretende Augenerkrankung.

Was lässt mich eine Konjunktivitis vermuten?

Vom äußeren Aspekt her ist das Auge rot, durch eine vermehrte Durchblutung der Bindehaut. Außerdem tritt eine Sekretion auf welche eitrig, schleimig oder wässrig sein kann. Oft ist die Entzündung auch von einer Lidschwellung begleitet.

Welche Beschwerden macht eine Konjunktivitis?

Auffallendste Beschwerden sind Fremdkörpergefühl, Augenbrennen und Juckreiz. Die Sekretion führt zu morgendlichem Verklebtsein der Lider.

Muss ich mit einem „roten Auge“ zum Augenarzt?

Nur der Augenarzt kann die Ursache der Konjunktivitis feststellen und wenn nötig bzw. möglich eine kausale Therapie einleiten.
WICHTIG: Ein rotes Auge kann auch ein äußeres Zeichen für eine andere schwerere Augenerkrankung sein, wie z.B.: Entzündungen der Hornhaut, Lederhaut, Regenbogenhaut, Augenmuskeln oder Lider bzw. des Bindegewebes welches das Auge umgibt.

Welche Ursache kann eine Konjunktivitis haben?

  • Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilze
  • Allergien: z.B.: Heuschnupfen (Pollen), Medikamente (Augentropfen), Kontaktlinsenreinigungsmittel, Kosmetika, Tierhaare, Heilkräuter(Kamille)
  • Tränenmangel
  • Äußere Reize. z.B.: Rauch (Wirtshausbesuch), Staub, Hitze, Kälte, Wind (offenes Autofenster), UV-Licht (Höhensonne, Schweißen)
  • Stellungsanomalien der Lider oder Wimpern
  • Unkorrigierte bzw. unzulänglich korrigierte Brechungsfehler des Auges
  • Überanstrengung
  • Infektiöse Allgemeinerkrankung, z.B. Begleitkonjunktivitis bei grippalem Infekt
  • Schwerwiegendere Augenerkrankung

Kann ich eine Konjunktivitis selber behandeln?

Nur ein Augenarzt kann durch die klinische und eventuell laborchemische Untersuchung die Ursache der Entzündung identifizieren. Erst dann kann eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.
Von einer Selbstbehandlung, auch durch rezeptfrei erhältliche Medikamente ist dringend abzuraten, denn auch diese können, falsch angewendet, Schaden anrichten.
Sehr viele dieser Mittel enthalten gefäßverengende Substanzen (sog. Vasokonstriktiva). Zwar wirken diese kurzfristig recht gut. Bei längerer Anwendung kann es aber nach Abklingen der Wirkung zu einer reflexbedingten vermehrten Durchblutung der Bindehaut und somit zu einer erneuten Rötung des Auges kommen.
So dürfen auch cortisonhaltige Augentropfen nicht wahllos verwendet werden. Sie schwächen die Abwehrreaktion des Körpers und können somit eine Infektion erst recht zum Ausbruch bringen (z.B. durch Herpesviren oder Bakterien). Zudem verstärken sie die Trockenheit des Auges und können nach längerer Anwendung zum grünen oder grauen Star führen.

Darf ich Naturheilmittel verwenden?

Auch Heilkräuter, vor allem die Kamille, haben keinen Platz in der Augenheilkunde, da sie hier vielfach Allergien hervorrufen.

Wie verhindere ich bei ansteckender Konjunktivitis eine Übertragung?

Die größte Ansteckungsgefahr besteht bei der sog. Keratokonjunktivitis epidemica, einer durch Adenoviren hervorgerufenen Bindehautentzündung mit oder ohne Hornhautbeteiligung.
Diese Entzündung wird durch Kontakt übertragen. Wenn sich der Patient die stark juckenden Augen reibt, dann Hände schütteln oder gemeinsame Waschlappen oder Handtücher verwendet. Erkrankte Kinder müssen dem Kindergarten oder der Schule fern bleiben bis die Ansteckungsgefahr von ca. zehn Tagen Dauer vorüber ist. In dieser Zeit sollten auch Erwachsene krankgeschrieben werden um das Ausbreiten einer Epidemie zu verhindern.

Haben Kontaktlinsenträger ein erhöhtes Risiko an einer Augenentzündung zu erkranken?

An der Bindehaut besteht, vor allem für Träger weicher Kontaktlinsen, das Risiko der Entwicklung einer allergischen Reaktion.

  • Dabei kann sich eine Allergie auf das Konservierungsmittel Thiomersal, welches in Kontaktlinsenpflegemitteln enthalten ist, entwickeln. In diesem Fall sollte die Reinigung der Kontaktlinsen mit thiomersalfreien Lösungen erfolgen.
  • Auch können Proteinablagerungen an, vor allem weichen Kontaktlinsen, als Allergene agieren. Patienten mit Asthma, Heuschnupfen oder Tierhaarallergie scheinen ein erhöhtes Risiko zu haben. Eine optimale Linsenhygiene und eine Minimierung der Tragezeit kann dem entgegen wirken.
  • Schwerwiegendere Komplikationen betreffen vor allem die Hornhaut. An dieser Stelle soll nur kurz erwähnt werden, dass vor allem weiche Kontaktlinsen bei verlängerter Tragedauer und mangelhafter Kontaktlinsenhygiene einen wesentlichen prädisponierenden Faktor darstellen für eine Infektion der Hornhaut.
  • Was tue ich bei plötzlicher Kontaktlinsenunverträglichkeit?

Jeder Kontaktlinsenträger mit akut schmerzhaftem rotem Auge sollte umgehend einen Augenarzt aufsuchen.

Was bedeutet „trockenes Auge“?

Die Tränensekretion hat eine Ruhe- und eine Reflexkomponente. Die Reflexsekretion folgt der Stimulation der Hornhaut und der Bindehaut bei Tränenfilmabbruch und Bildung trockener Flecken.
Der Tränenfilm besteht aus drei verschiedenen Schichten: Lipidschicht, wässrige Schicht und Muzinschicht.
Das trockene Auge ist primär auf einen Mangel der wässrigen Phase zurückzuführen, vor allem bei älteren Personen. Aber auch bei normaler Tränenmenge können Störungen der Muzin- oder Lipidphase entsprechende Beschwerden bereiten.

Was ist die Ursache trockener Augen?

Eine Keratokonjunktivitis sicca kommt häufig bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises vor. Aber auch im fortgeschrittenen Alter, bevorzugt beim weiblichen Geschlecht, bei Einnahme von Ovulationshemmern (Pille) oder Verwendung cortisonhaltiger und adstringierender Augentropfen.
Verstärkt werden die Symptome durch Bedingungen; die mit einer verstärkten Evaporation und somit einem verfrühten Aufreißen des Tränenfilms verbunden sind. Z.B.: Zentralheizung, Klimaanlage, Wind, lange angestrengtes lesen, nächtliche Autofahrten.

Warum tränt ein trockenes Auge?

Durch kurzfristige überschießende Sekretion der wässrigen Phase entsteht vermehrter Tränenfluss. Andere Beschwerden eines sog. „trockenen Auges“ sind Fremdkörpergefühl und Rötung der Bindehaut. Selten beklagen Patienten ein Trockenheitsgefühl.

Wie behandle ich ein „trockenes Auge“?

Am einfachsten ist es die Erkrankung durch Vermeiden der oben genannten verstärkenden Situationen positiv zu beeinflussen.
Ansonsten stehen zahlreich Tränenersatzmittel zur Verfügung, die regelmäßig angewendet werden sollten.
Nur bei Patienten mit ausgeprägter Keratokonjunktivitis sicca empfiehlt sich ein Verschluss der Tränenpünktchen.

Artikel: Dr. med. Dünser Markus

Alle Angaben ohne Gewähr!

 
Dr. med. univ. Mair Walter | Facharzt für Augenheilkunde und Optometrie | Kufstein
Augenchirurgische Operationen, Laser, Kinderophthalmologie, Kontaktlinsenstudio

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